Die deutsche Sozialversicheung | geldspeicher.de Erfahrungen & Bewertungen zu Geldspeicher GmbH

Sozialversicherung

Die Sozialversicherung in Deutschland beinhaltet ein gesetzlich geregeltes Versicherungssystem, das dazu dient, breite Bevölkerungsschichten gegen Schäden abzusichern, die die Existenzgrundlagen der Versicherungsmitglieder und der Gemeinschaft bedrohen – wie zum Beispiel der Einkommensausfall durch Erwerbsunfähigkeit infolge einer Krankheit oder eines Unfalls. Neben den Versicherungsleistungen gehören auch Rehabilitation und Prävention zu den Aufgaben der Sozialversicherung.

Organisiert ist die deutsche Sozialversicherung durch selbstverwaltete Versicherungsträger. Im Zuge der sogenannten Sozialwahl können Arbeitgeber und Versicherte die Vertreter der Selbstverwaltungsorgane wählen.

Finanziert werden die Leistungen der Sozialversicherung hauptsächlich durch Beiträge, die sich in der Regel Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen. Dazu kommen staatliche Zuschüsse.

Diese fünf Zweige gehören zu der Sozialversicherung:

  • Krankenversicherung: Die Versicherung gegen das Risiko von Krankheit und Krankheitsfolgen ist in die gesetzliche und private Krankenversicherung unterteilt. Gesetzlich versichern müssen sich alle Bürger, deren Jahreseinkommen unter der Versicherungsgrenze (im Jahr 2019 sind dies 60.750 Euro) liegt. 2019 beträgt der Pflichtbeitrag der Krankenkassen 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Dazu kann ein Zusatzbeitrag kommen, der je nach Krankenkasse variiert. Der Gesamtbeitragssatz wird je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer gezahlt. Mehr Informationen zu der gesetzlichen Krankenversicherung finden Sie in unserem Blogartikel zum Thema Krankenkasse wechseln.
  • Die Unfallversicherung: Sie sichert die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit nach einem Unfall am Arbeitsplatz, dem Arbeitsweg, auf Dienstreisen und bei Berufskrankheiten. Die Beitragskosten werden von den Arbeitgebern bezahlt und richten sich nach der Gefahrenklasse und der Arbeitsentgeltsumme der Versicherten.
  • Die Pflegeversicherung: Ihre Funktion ist es, Sie gegen das Risiko einer Pflegebedürftigkeit abzusichern. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt aber nur einen Teil der Pflegekosten ab, sodass es sinnvoll sei kann, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. 2019 betragen die Beitragssätze 3,05 Prozent und werden zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt (Ausnahme ist Sachsen). Die Höhe der Pflegeleistungen hängt von der Pflegestufe ab.
  • Die Rentenversicherung: Sie dient der Absicherung im Alter, sichert ebenfalls gegen Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit und Hinterbliebene nach einem Todesfall ab. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der Höhe der eingezahlten Beiträge. In der Regel teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beitragskosten, die aktuell bei 18,6 Prozent des Bruttoeinkommens bis zu der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze von aktuell 6.150 Euro in den alten Bundesländern, bzw. 6.700 Euro in den neuen Bundesländern liegen.
  • Die Arbeitslosenversicherung: Sie soll die soziale und materielle Absicherung bei dem Verlust des Arbeitsplatzes oder bei längerer Arbeitssuche auf dem Arbeitsmarkt gewährleisten. Der Beitragssatz beträgt aktuell 2,5 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens und wird zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt. Auch hier gilt die Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 6.150 Euro in den alten Bundesländern , bzw. 6.700 in den neuen Bundesländern. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem bisherigen Verdienst des Versicherten. Aber auch Steuerklasse und die Anzahl der Kinder spielen dabei eine Rolle.
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