Zahnzusatzversicherung: das ist wichtig | geldspeicher.de

Zahnzusatzversicherung

Benötigen Sie einen Zahnersatz, dann übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen nur einen Teil der Kosten. In der Regel zahlt die Krankenversicherung die Hälfte der Behandlungskosten und deckt damit die sogenannte Regelversorgung ab, die eine aus medizinischer Sicht ausreichende, aber nur zweckmäßige Behandlung beinhaltet. Gehen Sie jährlich zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Zahnarzt und halten Sie dies 5 Jahre durch, erhöht sich die Kostenübernahme der Krankenkasse auf 60 Prozent.

Bei bestimmten Leistungen, zum Beispiel einer Krone, müssen Sie allerdings auch im Zuge der Regelversorgung einen Teil der Kosten selbst tragen. Aber auch bei Zahnunfällen oder Wurzelbehandlungen werden die Kosten nur in bestimmten Fällen vollständig übernommen, sodass Sie häufig auf hohen Kosten sitzen bleiben können.

Viele Versicherte schließen aus diesem Grund eine Zahnzusatzversicherung ab, die den Eigenanteil der Kosten deutlich reduzieren kann. Viele der angebotenen Zahnzusatzversicherungen sind allerdings oft ziemlich teuer und lohnen sich nur bedingt. Verfügen Sie über gute Zähne, die voraussichtlich in der nächsten Zeit keine besonderen Behandlungen benötigen, ist eine Zusatzversicherung nicht immer notwendig. Das hängt damit zusammen, dass die Beiträge für eine solche Versicherung meist recht hoch sind und sich nur dann lohnen, wenn Sie in Zukunft zum Beispiel einen teuren Zahnersatz benötigen.

Sollten Ihre Zähne bereits zu schlecht sein, kann es aber auch passieren, dass die Versicherungen Ihren Antrag ablehnen. Deshalb ist es wichtig, die eigene Zahngesundheit einzuschätzen und möglichst nicht so lange zu warten, bis die Zähne schon in sehr schlechtem Zustand sind.

Es ist bei dem Abschluss einer Zusatzversicherung also immer wichtig, Konditionen zu wählen, die zu den eigenen Bedürfnissen und dem Gesundheitszustand passen.

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Welche Leistungen kann die Zahnzusatzversicherung übernehmen?

Je nach abgeschlossener Versicherung werden die Leistungen mit einem bestimmten Eigenanteil übernommen. Zusatzversicherungen, die die vollen Kosten der Behandlungen übernehmen, sind oft überteuert und lohnen sich nur sehr selten. Einen Erstattungsanteil von 75 Prozent sollte die Zusatzversicherung aber mindestens anbieten.

Diese Leistungen müssen Sie ohne Zusatzversicherung selbst zahlen:

  • Professionelle Zahnreinigung: Hierbei handelt es sich um eine Prophylaxemaßnahme, die von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen wird. Sie sollte einmal jährlich durchgeführt werden.
  • Zahnersatz: Von den gesetzlichen Krankenkassen wird meist nur die Regelversorgung bezuschusst. Eine gute Zusatzversicherung beinhaltet meist die Beteiligung an hochwertigeren Kronen und Brücken, Inlays und Implantaten samt des teuren Knochenaufbaus.
  • Kieferorthopädie: Ab dem 18. Lebensjahr werden Behandlungen, wie zum Beispiel eine Zahnspange, nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. In jüngeren Jahren besteht zumindest ein Anspruch auf die anteilige Kostenübernahme.
  • Zahnerhalt: Die Kosten für Wurzelbehandlungen oder Parodontosebehandlungen erstattet die Krankenkasse nur für Zähne, die erhaltungswürdig sind, andernfalls müssen Sie die Kosten selbst übernehmen.

Wenn Sie eine zusätzliche Versicherung für Ihre Zähne abschließen möchten, gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Für bereits vereinbarte Behandlungen zahlt die Versicherung in der Regel nicht. Hier lohnt es sich die einzelnen Versicherungen zu vergleichen. Einige Anbieter bieten nämlich Zahnzusatzversicherungen mit Sofortleistungen an.
  • Bei vielen Anbietern von Zusatzversicherungen besteht eine Wartezeit. Diese beinhaltet, dass meist in den ersten acht Monaten keine Behandlungen übernommen werden. Aber auch hier variieren die Konditionen und es gibt Versicherungstarife, in denen keine Wartezeit besteht.
  • Auch bei guten Versicherungen bleibt zumeist ein Eigenanteil zwischen 10 und 15 Prozent zu zahlen. Dieser ist damit aber deutlich geringer als bei den gesetzlichen Kassen.

Es findet eine Gesundheitsprüfung statt, nach der Sie als Antragsteller auch abgelehnt werden können, zum Beispiel weil der Zustand Ihrer Zähne bereits zu schlecht ist.